Mittwoch, 21. Juli 2010

Golkonda Fort


Am Sonntag vor anderthalb Wochen habe ich Golkonda Fort besichtigt. Leider komme ich jetzt erst dazu, etwas darüber zu schreiben.
Die Festung ist einfach riesig. Wenn man den auesseren Ring mit einbezieht ist es wohl vergleichbar mit Carcassonne in Südfrankreich. Die meisten Besucher besichtigen allerdings nur den Teil, der sich hinter der inneren Mauer befindet, den eigentlichen Hauptteil der Festung. Dieser Teil liegt auf einem Huegel und man muss sich bei der Besichtigung von einer Ebene zur nächsten hoch arbeiten, was bei der Hitze ziemlich schweißtreibend ist.
Wir haben uns einen Guide geleistet der uns während des Aufstiegs einiges erklärt hat. Was man zuerst erfährt, wenn man im Eingangsgebäude in die Hände klatscht, kann man das ganz oben in der Festung noch deutlich hören. Das Gebäude ist so konstruiert, dass das Klatschen akustisch verstärkt wird. Man kann dies auch selbst ausprobieren. Wenn man dann oben angekommen ist, kann man das Klatschen der Leute unten hören, was schon beeindruckend ist. Die Torwächter haben auf diese Weise die Bewohner über die Ankunft eines Besuchers informiert, Telefone gab es ja damals noch nicht.
Außerdem erfährt man beispielsweise, dass die Festung über ein ausgeklügeltes Wasserversorgungssystem verfügt hat. Das Wasser wurde von Ebene zu Ebene hoch gepumpt. Die verschiedenen Wasserbecken kann man auch heute noch sehen. Einerseits hatte man dadurch nun überall Wasser andererseits konnte man nun das Wasser von der obersten Ebene mit entsprechend Druck wieder runter laufen lassen um unten zu Duschen. Einige Überreste der Wasserleitungen kann man noch sehen.
Zum Zustand der Bausubstanz muss man sagen, dass nur Teile heute noch komplett erhalten sind. Manche Bereiche der Festung gleichen eher einer Ruine. Die reine Größe des Areals macht es aber trotzdem sehr interessant auch ohne einen Guide über das Gelände zu streifen. Gerade als Kind stelle ich mir das extrem interessant vor.
Geschichtlich kann ich mich leider nicht mehr an die Einzelheiten erinnern. Ich weiß nur, dass es zahlreiche Herrscher und mehrere militärische Auseinandersetzungen gab. Am Ende des Tages, im Sommer um 19 Uhr, kann man sich die sogenannte "Sound & Light Show" ansehen. Dabei wird der innere Bereich der Festung wunderschön beleuchtet und die gesamte Geschichte erzählt.
Vom obersten Teil der Festung hat man einen tollen Blick auf die Umgebung. Man kann von hieraus auch die äußere Mauer sehen und bekommt einen Eindruck davon wie groß die Grundfläche der Festung ist. Zwischen dem inneren und dem äußeren Ring findet man weite Grünflächen und damals wie heute einfache Wohnhäuser. Außerdem gibt es Plaene fuer einen Golfplatz.
Ein paar weitere interessante Gebäude die man von hier aus sehen kann sind die Qutb Shahi Tombs, die sieben Gräber einer Herrscherdynastie. Diese Sehenswürdigkeit werde ich mir in jedem Falle auch noch ansehen. Man könnte auch beides an einem Tag schaffen, dann wird es aber etwas stressig und ich bin auch erst Nachmittags nach Golkonda gefahren, da ich die Lightshow sehen wollte.
Man könnte noch so vieles zu Golkonda Fort erzählen aber ich verweise einfach mal auf den Wikipedia Artikel und empfehle jedem der nach Hyderabad kommt sich einen Besuch hier nicht entgehen zu lassen. Natürlich gibt es noch einiges mehr zu sehen aber Charminar und Golkonda sind die beiden Orte in der Stadt, die man auf jeden Fall besucht haben sollte.

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