Letztes Wochende am Samstag habe ich Birla Mandir einen Besuch abgestattet. Mandir (oder मंदिर) ist Hindi und bedeutet Tempel. Birla ist die Familie die diese Art von Tempel in Indien errichtet hat. Die Gebäude werden komplett aus weißem Mamor gebaut was recht eindrucksvoll aussieht. Der Tempel hier in Hyderabad ist auf dem höchsten Punkt eines Hügels errichtet und dem Gott Lord Venkateshwara geweiht. Dieser Gott ist anscheinend einer der bekanntesten.
Den Haupt Tempel für diesen Gott findet man in der Stadt Tirupati etwa eine Tagesreise von Hyderabad entfernt aber noch in Andhra Pradesh. Nach Tirupati pilgern jährlich mehr Menschen als nach Rom oder Mekka es ist der angeblich meistbesuchte Pilgerort der Welt und außerdem nach dem Vatikan auch der zweitreichste. Natürlich sind solche Aussagen immer mit Vorsicht zu genießen aber Google bestätigt mir das Tirupati, was Besucherzahlen angeht, auf jeden Fall mit in der obersten Liga spielt.
Erfahren habe ich von Tirupati von mehreren Bekannten die in den letzten zwei Wochen dort hin gepilgert sind und mit kahl rasiertem Kopf zurückgekehrt sind.
Es ist nämlich eine religiöse Tradition bei einer Pilgerreise nach Tirupati oder Tirumala, der eigentliche Ort wo die Tempel stehen, sein Haupthaar dort zu lassen. Selbst viele Damen schrecken nicht davor zurück mit einer Glatze abzureisen. Das gesammelte Haar wird später verkauft und dadurch das Vermoegen des Venkateshswara Tempels vergrößert. Jedes Jahr wechseln so laut Berliner Zeitung 75 Millionen Tonnen Haar von vielen der 20 Millionen Pilger den Besitzer.
Leider hatte ich keine Zeit mit dort hin zu fahren, man muss dies aber auch ein paar Wochen im Vorraus planen da alle Züge komplett ausgebucht sind. Außerdem muss man dort stundenlang schlangestehen, da täglich oft über hunderttausend Besucher durch den Tempel geschleust werden müssen.
Im Birla Tempel hier in Hyderabad ist es leider komplett verboten Bilder zu machen, man muss die Kamera am Eingang abgeben. Das finde ich sehr schade, denn diese weißen Mamorgebaeude sind wirklich sehr eindrucksvoll und auf den Bildern die man vom Eingang aus machen kann sieht man davon nur wenig. Man erkennt hier nur den vorderen Teil, das eigentliche Hauptgebäude verbirgt sich hinter den Felsen.
Man muss außerdem wie an allen hinduistischen religiösen Orten seine Schuhe draußen lassen und barfuß weiterlaufen.
Trotz des Fotoverbots ist Birla Mandir aber auf jeden Fall eine Empfehlung wert.
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