Samstag, 20. November 2010

Hampi

Am Diwali Wochenende habe ich mit einem Freund Hampi besucht. Hampi ist ein Teil von Vijayanagara, der Haupstadt des Vijayanagara Königreichs (1336–1646). Es gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Da das Königreich aufgrund einer muslimischen Invasion untergegangen ist und bei dem Angriff fast alles zerstört wurde, findet man heutzutage nur noch wenige erhaltene Gebäude und viele Ruinen, die über ein riesiges Areal verstreut sind.
Man kann aber erahnen wie wohlhabend die Leute hier früher gewesen sein müssen. Angeblich wurden hier auf dem Markt Diamanten und Edelsteine gehandelt, die Stadt wird manchmal auch mit dem alten Rom verglichen.
Heutzutage ist Hampi eher ein Paradies für Backpacker, die meisten kommen von Goa her. Viele Leute bleiben länger als geplant, da es hier total ruhig und entspannt zugeht, kein Vergleich zum Stadtleben. Nachdem man die alten Ruinen besichtigt hat, kann man sich für ein paar Tage in einem der Gästehäuser in der Nähe des Flußes einmieten und einfach nur entspannen.
Da wir aber leider nicht so viel Zeit hatten, mussten wir unseren Trip auf ein Wochenende beschränken. Von Hyderabad aus gibt es einen Nachtzug nach Hospet und von dort kommt man mit dem Bus problemlos in 30 Minuten nach Hampi.
Wir sind also in der Nacht von Freitag auf Samstag hin und in der Nacht von Sonntag auf Montag wieder zurück. Insgesamt war das schon etwas stressig, ich würde empfehlen mindestens 3 Tage zu bleiben.
Für die Besichtigung empfehle ich zunächst die von der UNESCO ausgezeichneten Gebäude zu besichtigen, den Vitthala Temple Complex, den Lotus Temple und die Elephant Stables (Elefantenställe). Zusammen mit dem Museum gibt es dafür nämlich eine gemeinsame Eintrittskarte, die für einen Tag gültig ist und 250 Rupien kostet. Die meisten anderen Gebäude oder was davon übrig ist sind kostenlos und man kann je nach verfügbarer Zeit beliebig lange zwischen alten Ruinen hin und her wandern.
Es empfiehlt sich gegebenenfalls noch einen Roller zu mieten (150 Rupien plus Benzin), da die Distanzen zu Fuß und bei der Hitze doch teilweise einfach zu groß sind.
In der Nähe von Hampi und Hospet gibt es noch einen Staudamm (Tungabhadra Dam) zu besichtigen. Er ist nicht so hoch wie der Nagarjuna Sagar Damm aber mit 2,5 Kilometern und 33 Toren deutlich länger. Da unsere zwei Tage schon komplett verplant waren haben wir es leider nur noch Abends dort hin geschafft aber auch der Anblick bei Dunkelheit ist imposant.

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