Zur Zeit befindet sich Indien mitten in der Festival Saison. Während meines Aufenthaltes hier bekomme ich 3 wichtige Festivals mit: Ganesha, Dasserra und Diwali. Dann gibt es noch ein weiteres großes Festival irgendwann im Januar, von dem ich mir den Namen nicht merken kann, es ist so etwas wie Ernte Dank. Neben diesen großen wichtigen Festivals gibt es noch jede Menge andere kleine je nach dem in welcher Region man sich gerade aufhält. Da blickt wohl niemand so genau durch und dadurch sind die Feiertage in den verschiedenen Staaten auch total unterschiedlich.
Die großen Festivals dauern immer mehrere Tage, vergleichbar mit Weihnachten oder Ostern bei uns. Ganesh ist eine Gottheit mit Elefantenkopf die auf dem Höhepunkt des Festivals im Wasser versenkt wird. Das nennt sich dann Ganesh Immersion und stellt eine gewaltige Umweltverschmutzung dar. Das liegt daran, dass nicht nur ein Ganesh versenkt wird, sondern tausende. Hier in Hyderabad wird dazu Hussain Sagar, der See mit der Buddah Statue von dem ich schon einmal berichtet habe benutzt. Ich selber habe mir das Spektakel an dem Tag nicht angeschaut, da ich mir das gewaltige Verkehrschaos nicht antuen wollte, dass entsteht, wenn sich etwa eine Million Leute zur Prozession versammeln. Für das herablassen der größeren Ganeshfiguren, die teilweise mehrere Meter hoch sein können, stehen am Ufer des Sees extra mehrere Kräne bereit. Kleine Figuren werden einfach per Hand in den See befördert. Die Aufräumarbeiten danach stelle ich mir in etwa so vor wie nach einem Karnevalszug in Köln, nur das man die Farbe der Figuren nicht mehr aus dem Wasser bekommt, nachdem sie sich einmal aufgelöst hat.
Ganesha ist das erste Festival der Saison danach folgt Dasserra ein Festival zu Beginn der Erntesaison. An Dassera werden auch Gebete für verschiedene Gebrauchsgegenstände gesprochen. Für mich äußerte sich das so, dass ich plötzlich einen Punkt rote Farbe auf meinem Monitor und PC im Büro wiederfand. Außerdem werden an Dassera traditionelle Tänze aufgeführt. Ich selber habe so eine Aufführung in Shilparamam gesehen. Es war wirklich beeindruckend wie perfekt die zumeist jungen Damen die Tanzschritte einstudiert haben. Obwohl der Tanzstil natürlich sehr verschieden ist hat es mich an amerikanische Cheerleader oder deutsche Funkenmariechen erinnert. Ohne den Einsatz der Eltern wäre dies bestimmt nicht möglich.
Über Shilparamam werde ich, falls ich Zeit finde vielleicht noch einmal kurz berichten. Es lohnt sich auf jeden Fall, dort einmal einen Abend zu verbringen um Souvenirs zu kaufen.
Über Shilparamam werde ich, falls ich Zeit finde vielleicht noch einmal kurz berichten. Es lohnt sich auf jeden Fall, dort einmal einen Abend zu verbringen um Souvenirs zu kaufen.
Als nächstes steht nun Diwali vor der Tür, das wohl wichtigste Festival des Jahres in ganz Indien. Diwali ist das Festival des Lichts. Bereits seit einer Woche werden in großem Stil Feuerwerkskörper verkauft, wie man es bei uns nur von Sylvester her kennt. Außerdem werden Laternen aufgehängt und mit Teelichtern beleuchtete Rangolis angefertigt. Ein Rangoli ist ein Bild auf dem Fußboden oder auf der Strasse, das aus verschiedenfarbigen Pulvern angefertigt wird.
Zu den Festivals werden auch viel mehr Blüten verkauft als sonst. In Indien werden Girlanden aus Blüten als Dekoration angefertigt, so ähnlich wie die Blütenketten die man auf Hawaii umgehangen bekommt.
Ich werde Diwali leider nicht richtig miterleben, da ich für diesen Abend eine Zugfahrkarte nach Hampi gebucht habe. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nichts von Diwali. Ich hoffe einfach, dass ich im Zug auch was von dem Feuerwerk sehen kann.
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