Samstag, 11. Dezember 2010

Jaipur

Ich bin wieder in Deutschland! Dazu aber später mehr, zunächst muss ich noch von Jaipur berichten, da ich ab dort keine vernünftige Internetverbindung mehr hatte.
Wir sind also von Agra aus nach Jaipur gefahren. Auf dem Weg liegt noch Fatehpur Sikri eine alte sehr gut erhaltene Stadt der Mughal Herrscher. Verfolgt wurden wir dabei vom Französischen Präsidenten Sarkozy, der das Taj Mahal und Fatepur Sikri jeweils einen Tag nach uns besucht hat. Somit hatten wir richtig Glück, da sonst alles abgesperrt gewesen wäre.
Als nächstes ging es weiter nach Jaipur wo wir drei Nächte lang übernachtet haben. Das Hotel (Tordi Haveli) war außer dem fehlenden WiFi auch mal richtig gut. Alles war aus Marmor, sogar die Betten.
In Jaipur haben wir natürlich den Hawa Mahal oder Palace of Winds besichtigt, das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Dieses Gebäude ist fünf Stockwerke hoch aber nur einen Raum tief. Durch die Fenster konnten die Haremsdamen den Bazar betrachten ohne selbst gesehen zu werden.
Außerdem haben wir noch Jantar Mantar angeschaut, eine alte Sternwarte die dieses Jahr neu von der UNESCO in die Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde und auch noch drei Forts. Amber Fort, Jaigarh Fort und Nahargarh Fort. Im Jaigarh Fort, welches auf Tiger Fort genannt wird haben wir die größte fahrbare Kanone der Welt gesehen, die "Jaivan". Die Kanone wiegt 50 Tonnen und musste von 2 Elefanten gezogen werden. Die Kanonekugel wiegt 50kg und man braucht 100kg Schießpulver. Am Abend haben wir dann noch die Sound und Light Show am Amber Fort angeschaut. Hier lohnt es sich nicht wirklich Eintritt zu zahlen, da man auch vom anderen Ufer des Sees aus alles sehen kann. Für Fotos ist es dort sogar noch besser, da man sonst selbst mit Weitwinkelobjektiv nicht alles drauf bekommen könnte.
Von Jaipur zurück nach Delhi sind wir mit dem Zug gefahren. Wir hatten ein klimatisiertes Abteil und haben Tee und Abendessen bekommen und waren uns einig, dass die Zugfahrt die bessere Wahl war als mit dem Auto zu fahren.
Zurück in Delhi haben wir uns noch Raj Ghat, das Gandhi Memorial angeschaut. An dieser Stelle wurde Gandhi nach seiner Ermordung 1948 verbrannt.
Wenn ich die Golden Triangle Tour abschließend bewerten soll bin ich etwas hin und her gerissen. Einerseits sieht man eine Reihe gut erhaltener und gepflegter Monumente, andererseits mussten wir zwei Wochen lange gegen die Touristenabzocke kämpfen.
Wenn ich also noch einmal wiederkomme, werde ich meine Zeit im Süden verbringen. Dort sind die Sehenswürdigkeiten zwar schlecht gepflegt aber die Menschen sind freundlicher und sprechen meist deutlich besser Englisch. Trotzdem würde ich die Tour jedem weiterempfehlen, der auf Städtereisen steht.  Wenn man nicht so viel Zeit in den Städten verbringen möchte sollte man sich aber zumindest das Taj Mahal ansehen. Nach der Indienreise versteht man dann schließlich auch warum es "Incredible !ndia" heißt.

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